Die vermutlich meisten Menschen wünschen sich, im Alter einmal zu Hause gepflegt zu werden. Leider ist das nicht immer möglich, vor allem wenn Angehörige noch berufstätig sind und große Entfernungen zwischen den Wohnorten bestehen.
Ein ambulanter Pflegedienst ist zwar eine echte Alternative zur privaten Pflege, vor allem aufgrund eines begrenzten Zeitkontingents jedoch nicht in jedem Fall die optimale Lösung.
Daher möchten wir alternative Wohn- und Pflegemodelle vorstellen:
- Wenn eine Rund-um-die-Uhr-Pflege nötig ist, bleibt kaum eine andere Wahl als die Unterbringung in einem Pflegeheim. Das ist jedoch sehr preisintensiv und mit wenig Privatsphäre verbunden. Lange Wartelisten erschweren zudem die Suche nach einem geeigneten Pflegeplatz.
- Barrierefreie, vornehmlich kleine Wohnungen und Zusatz-Dienste ganz nach individuellem Bedarf bietet das Konzept des Betreuten Wohnens. Die Bewohner dieser Einrichtungen können beispielsweise von einem Reinigungsservice, gelieferten Mahlzeiten, aber auch pflegerischen Leistungen profitieren. Gemeinschaftsräume laden zu Geselligkeit ein. Mitunter gibt es Freizeitangebote und Veranstaltungen, die die Gemeinschaft fördern und für Abwechslung sorgen. Die Träger sind bemüht, Ärzte in der näheren Umgebung anzubieten und Friseure oder Physiotherapeuten regelmäßig in die Einrichtung zu holen oder gar dauerhaft im Haus zu haben. Manchmal ist das Betreute Wohnen auch an ein Pflegeheim angegliedert.
- Je nach Größe des Wohnobjekts finden drei bis 12 Personen in einer Senioren-WG Platz. Jeder Mitbewohner hat seinen privaten Bereich, Küche, Gemeinschaftsraum und ggf. sanitäre Anlagen werden geteilt. Man trifft sich zum Kochen, Plaudern oder auf einen spannenden Film. Ist Hilfe nötig, findet sich schnell Unterstützung und Einsamkeit ist kein Thema mehr.
214 Euro monatlich beträgt der Wohngruppenzuschlag, den alle Pflegegradinhaber beantragen können, wenn sich mindestens 3 Bewohner mit Pflegegrad 2 und mehr in der Einrichtung befinden. Damit können die Leistungen einer Präsenzkraft finanziert werden, die auf verschiedene Art und Weise unterstützend den Alltag in der Gruppe begleitet.
- Ähnlich einer Kindertageseinrichtung gibt es für Senioren und andere Pflegebedürftige die ambulante Tagespflege. Hier sind Ihre Angehörigen tagsüber gut aufgehoben, werden beschäftigt, liebevoll betreut und können soziale Kontakte knüpfen, während Sie beruhigt Ihrer Arbeit nachgehen können. Dieses Modell eignet sich beispielsweise für Menschen, die zwar noch recht selbständig sind, aber dennoch nicht den ganzen Tag unbeaufsichtigt bleiben sollten.
Gern beraten wir Sie bezüglich der Finanzierungsmöglichkeiten und helfen Ihnen dabei, eine geeignete Einrichtung zu finden sowie die entsprechenden Anträge zu stellen.





