Bis zu 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Arthrose, einer Verschleißerkrankung der Gelenke. Tendenz steigend. Sind es bei den 40- bis 60-jährigen noch 20 Prozent aller Erwachsenen, so steigt die Häufigkeit bei den über 80-jährigen auf über 50 Prozent. Im höheren Alter sind vorrangig Frauen betroffen.
Durch die anfängliche Strukturveränderung und spätere Rückbildung der gelenkschützenden Knorpelschicht kommt es zu den typischen Beschwerden der Arthrose:
- Spannungsgefühle
- Anlaufschmerzen
- Belastungsschmerzen
- Entzündungen und Schwellungen
- Einschränkung der Beweglichkeit
- Schonhaltung
- dauerhafte Schmerzzustände
- mitunter Wetterfühligkeit
Die in den meisten Fällen allmählich fortschreitende Krankheit ist bis heute nicht heilbar. Jedes der 140 Gelenke in unserem Körper kann davon betroffen sein, mehr oder weniger stark, schubweise oder dauerhaft. Die Liste möglicher Ursachen ist lang und reicht von Vererbung, über ungesunde Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung bis hin zu früheren das jeweilige Gelenk betreffende Verletzungen.
Um vorzubeugen, bereits bestehende Beschwerden zu lindern und auch in Zukunft beweglich zu bleiben, können folgende Ratschläge hilfreich sein:
- Achten Sie auf Ihr Gewicht!
Übergewicht belastet ohnehin schon angegriffene Gelenke zusätzlich. Darüber hinaus setzt vor allem ein Zuviel an Bauchfett Entzündungsprozesse in Gang, die nicht nur der Knorpelmasse langfristig schaden.
- Starke Muskeln stützen!
Sie sorgen für mehr Stabilität und entlasten das jeweilige Gelenk. Das beugt einer fortschreitenden Abnutzung vor und kann Schmerzen reduzieren.
- Bewegung hält die Gelenke geschmeidig!
Während eine extreme sportliche Belastung auf lange Sicht nicht zu empfehlen ist, so ist moderate, regelmäßige und bestenfalls gelenkschonende Bewegung förderlich. Hierbei wird die Bildung von Gelenkflüssigkeit angeregt, die den Knorpel stärkt und das Gelenk schmiert. Der Grundsatz: „Wer rastet, der rostet.“ gilt auch hier. Gelenke, die nicht oder nur selten bewegt werden, rosten im übertragenen Sinne mit der Zeit tatsächlich ein. Schwimmen, Spazierengehen, Gymnastik und Co. wirken sich daher positiv auf unseren Bewegungsapparat aus.
Die richtige Ernährung ist das A und O.
Ausgewogen steht für eine bunte Vielfalt auf unserem Teller und die richtigen Zutaten: Ballaststoffe, gesunde Fette/Öle, Fisch, viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, mageres Fleisch – schonend zubereitet. Tierische Fette, Zucker, Genussmittel und Fertigprodukte sollten gemieden werden. Auf diese Weise werden Entzündungsreaktionen im Körper gering gehalten und nicht selten gleichzeitig das Gewicht reduziert.
- Naturheilmittel sind, fast, immer eine gute Wahl!
Brennnessel- oder Weidenrindentee, Teufelskralle-Extrakt und Arnikasalbe sind nebenwirkungsarm und können Beschwerden deutlich mindern. Auch Wärme- und Kälteanwendungen, Kohl- oder Quarkwickel sowie spezielle Orthesen lassen sich unterstützend einsetzen.
Eine individuelle und weiterführende Beratung erhalten Sie bei Ihrem Arzt, in Apotheken, Naturheilpraxen oder von Ihrem Orthopäden.





