Enkeltrick

Geschickt erfragen die Täter unter Vorspiegelung einer Legende den Namen des tatsächlichen Enkels („Weißt Du, wer ich bin?“) und bauen die weitere Gesprächsführung auf dieser vermeintlichen Vertrautheit auf. Vor allem ältere Menschen und vorrangig Frauen fallen immer wieder auf diesen Betrug, der unter dem obigen Namen bekannt ist, herein und verlieren dabei mitunter mehrere Tausend Euro. Das Hören ist im Alter oft geschädigt, das Gedächtnis nicht mehr so gut und mitunter hat man schon länger nichts von der Familie gehört, so dass die erfundene Geschichte am Ende gar nicht mehr so abwegig klingt.

Die Enkeltrick-Masche läuft stets nach einem ähnlichen Muster ab:

Vorgetäuscht wird stets eine Notlage, gern ein schwerer Verkehrsunfall mit großem finanziellen oder schwerwiegendem (tödliche Verletzung) Schaden. Der überaus freundliche und verzweifelt wirkende Anrufer gibt vor, den Schaden begleichen oder eine Kaution hinterlegen zu müssen. Geschickt nutzt er oder sie das Mitleid der angerufenen Person aus, um an das geforderte Geld zu kommen.

Denkbar sind auch andere Szenarien, wie eine größere Anschaffung, die man gerade sehr günstig erhalten und mit der man die Familie überraschen könnte.

Anschließend soll ein „Bekannter“ geschickt werden, um das Geld abzuholen, da man selbst verhindert ist oder gar ein Taxi organisiert, um den späteren Geschädigten zur Bank zu fahren.

Neben einem gesunden Misstrauen derartigen Anrufen gegenüber, können Sie Folgendes tun:

  • Hinterfragen Sie im Gespräch weitere persönliche Dinge, die nur der „echte“ Enkel wissen kann, so dass Sie potenzielle Täter verunsichern und damit in die Flucht schlagen.

  • Bitten Sie um Bedenkzeit und ggf. einen Rückruf zu einem späteren Zeitpunkt. Kontaktieren Sie in der Folge Ihre Angehörigen und erfragen Sie, ob der Sachverhalt stimmen könnte, auch dann, wenn es eine Überraschung sein soll oder der Täter um Verschwiegenheit bittet. In der Regel entspricht derartiges Verhalten nicht der Wahrheit.
  • Rufen Sie anschließend bei der Polizei (110) an und tragen das Geschehene vor. Hier wird man Sie entsprechend beraten.

  • Geben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte heraus, auch dann nicht, wenn sie sich als Polizisten ausgeben, die vorgeben, Ihre Habe vor vermeintlichen Tätern schützen zu wollen!
  • Und zu guter Letzt: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Es trügt uns selten.
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Über die Autorin
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Daniela Fischbach

Freiberufliche Texterin bei Texterei Wortgewand

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