Ein Leben lang waren wir mobil. Allein oder in Familie ging es mit dem eigenen Auto zum Einkaufen, in den Urlaub oder zu Freunden aufs Land. Mühelos kamen wir überall hin und die Welt stand uns offen.
Mit dem Alter jedoch wird unser Radius immer kleiner. Wir hören oder sehen schlechter, werden unsicher in unseren Handlungen, Ängste machen sich breit, wir ermüden schneller und die nötige Konzentration lässt auffallend nach.
Zunehmend stellen wir uns die Frage:
Bin ich noch fit genug, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen?
Liegen Krankheiten vor oder müssen Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, die die Fahrtauglichkeit beeinflussen, wird Sie Ihr Hausarzt sicher eindringlich dazu beraten.
Da es in Deutschland keine Altersgrenze für Fahrzeugführer gibt, sollten Sie oder Ihre Angehörigen einige Punkte von Zeit zu Zeit kritisch hinterfragen:
- es fällt Ihnen zunehmend schwer, sicher einzuparken
- Sie fühlen sich selbst auf bekannten Strecken unsicher
- dem flüssigen Verkehr können Sie nur erschwert folgen
- Verkehrsschilder oder Ampelanlagen nehmen Sie spät wahr
- Ihre Reaktionszeit ist deutlich verlängert
- Sie geraten in Panik, wenn etwas Unvorhergesehenes auf der Straße passiert
- vorrausschauendes Fahren macht Ihnen Mühe
- nach jeder Fahrt fühlen Sie sich erschöpft und müde
Wenn Sie sich und Ihr Fahrverhalten in mehreren Punkten wiedererkennen, sollten Sie rechtzeitig Konsequenzen ziehen!
Auch die Teilnahme an einem speziellen Fahrsicherheitstraining für Senioren macht sich bezahlt. In Theorie und Praxis werden Ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten als Fahrzeugführer auf den Prüfstand gestellt. Insbesondere für ältere Fahrzeugführer problematische Fahrsituationen werden besprochen und im Nachgang auf dem Parcours geübt.
Das Training stellt keine Prüfung dar, so dass Sie einen möglichen Führerscheinentzug nicht befürchten müssen. Allerdings wird der Trainer Ihnen am Ende des Seminars mitteilen, wie er Ihre Fahrtauglichkeit objektiv einschätzt.
Sollten Sie sich dazu entscheiden, kein Fahrzeug mehr führen zu wollen, so können Sie Ihren Führerschein bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde zusammen mit einer Verzichtserklärung abgeben. Diese Entscheidung ist endgültig und lässt sich nicht rückgängig machen.
Eine adäquate Alternative zum Selbstfahren bieten preisreduzierte Seniorentickets für Bus und Bahn. In vielen Städten und Regionen finden sich hierzu spezielle Angebote.
Damit kommen Sie sicher und entspannt an Ihr Ziel. Sie sparen darüber hinaus Parkgebühren, Steuern und den Versicherungsbeitrag für Ihr Fahrzeug. Der Weg zur nächsten Haltestelle lässt Sie in Bewegung bleiben, womit Sie einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Gesundheit leisten.
Das Auto im Alter einfach stehenzulassen, ist von daher vielleicht gar kein so schlechter Gedanke?!





