Sturzprävention

Senioren stürzen laut einer Studie des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2016 nicht signifikant häufiger als Jüngere. Jedoch ziehen sie sich infolgedessen deutlich öfter schwerere Verletzungen zu. Kopfverletzungen, Knochenbrüche oder auch Bewegungseinschränkungen mindern in vielen Fällen vorübergehend oder dauerhaft die Lebensqualität und die bis dahin vorhandene Selbständigkeit.

Altersbedingte Funktionsverluste, individuelle Erkrankungen oder ungesunde Lebensstile begünstigen den Sturz als Hauptunfallursache für ältere Menschen.

Nicht jedes Fallen lässt sich verhindern.

Dennoch gibt es einige, teils einfach umzusetzende Maßnahmen, die vorbeugen und damit Schlimmeres verhindern können:

  • Die Wohnumgebung sollte einfach und klar strukturiert sein. Teppiche mit hochstehenden Kanten, im Weg liegende Verlängerungskabel oder unnütze Möbelstücke gehören nicht zum altersgerechten Wohnen. Alle Bereiche sind gut auszuleuchten, insbesondere Treppen und Türschwellen. Haltegriffe und rutschfeste Dusch- bzw. Wanneneinlagen beugen Stürzen im Bad vor.

  • Auch hier ist ausreichend Bewegung das A und O. Insbesondere Spaziergänge außerhalb der Häuslichkeit trainieren die Wahrnehmung, die Muskulatur und den Gleichgewichtssinn. Spezielle Kurse für Senioren fördern nicht nur Geselligkeit, sondern auch die körperliche Fitness. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wächst.
  • Einmal jährlich sollte ein Augenarzt das Sehvermögen überprüfen. Oft reicht eine passende Sehhilfe aus, um die Umwelt wieder deutlich wahrzunehmen und Stürze zu verhindern.
  • Wenn Schwindel wiederholt auftritt, lohnt ein Blick auf den Beipackzettel der verordneten Medikamente. Dieser kann ungewollt als Nebenwirkung auftreten. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer geeigneten Alternative.
  • Periodische Routineuntersuchungen beim Hausarzt decken Erkrankungen, die mit einer erhöhten Sturzanfälligkeit einhergehen (z. B. Blutdruckschwankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen), frühzeitig auf. Eine entsprechende Therapie vermag Schlimmeres zu verhindern.
  • Der sichere Umgang mit Hilfsmitteln wie Rollatoren kann in Schulungen, wie sie Sanitäts- oder Krankenhäuser anbieten, gelernt werden.
  • Jetzt im Winterhalbjahr steigt die Sturzgefahr noch einmal rapide an. Bei Schnee und Glatteis ist besondere Sorgfalt nötig. Wenn es unvermeidlich ist, bei entsprechendem Wetter das Haus zu verlassen, haben sich Schuhe mit grobstolligem Profil bewährt. Sogenannte Schuhspikes lassen sich darüber hinaus meist einfach über alle gängigen Winterstiefel ziehen.

Der Seniorenservice Schumacher wünscht Ihnen eine besinnliche und vor allem unfallfreie Adventszeit!

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Über die Autorin
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Daniela Fischbach

Freiberufliche Texterin bei Texterei Wortgewand

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